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MANTUS
"Sünder" E.P
(Trisol/Soulfood)
Vertriebstext:
deutsch
Schon im Frühling ließen die „Zeichen“ des letzten Mantus-Studioalbums nichts Gutes erahnen. Das Gothic-Duo portraitierte eine Welt am Abgrund, bevölkert von einer gedankenlosen Spezies, die sich in gottgleichem Hochmut als Herrscher aufspielt und nicht sieht, welch irreparablen Schaden sie dabei anrichtet. Die brandneue EP „Sünder“ knüpft nahtlos an dieses apokalyptische Bildnis an, gibt sich gar noch hoffnungsloser, noch bitterer und noch düsterer als das letzte Album.
Ohne Scheu vor unbequemen Themen beschwören Martin und Thalia Schindler einen packenden Malstrom der Gothic-Tonkunst herauf, legen den Finger in die klaffenden Wunden der Gesellschaft und machen auf Missstände aufmerksam, die viel zu häufig unter den Tisch gekehrt werden. Besonders eindrucksvoll erschallt dieser Aufschrei, dieser in gotische Dunkelheit gehüllte Protest im Titeltrack, der die schlimmen Vergehen des Klerus in eine beißende Hymne kleidet. Doch nicht nur dort: In „Goldener Strand“ prangern Mantus mit viel zu wahren Worten die Abgrenzung der „Ersten Welt“ gegenüber den Ärmeren an, deren Leid die westlichen Kulturen mit zu verantworten haben und denen die Türen verschlossen bleiben, während das Aushängeschild deutschen Gothics mit dem „Traumzauberwald“ abermals die gewünschte Entfremdung von der fehlgeleiteten Rasse Mensch ins Zentrum eines von märchenhaften Spinettklängen eingeleiteten Nummer setzt. Das ist dunkelmusikalischer Eskapismus in seiner reinsten Form.
Stilistisch nach wie vor treu dem düsterromantischen Mantus-Kodex aus bleischwerer Gitarrenwucht, schleppender, tanzbarer Rhythmik und orchestraler Mystik ergeben, hat sich das Duo auf „Sünder“ noch mehr Mühe gegeben, die schroffe Härte der Gitarren mit der schwelgerischen Melancholie der Orchesterpassagen zu verbrüdern. Mit beispiellosem Ergebnis: Die Streicher, Pianos, Spinetts und elektronischen Elemente verbünden sich mit Gitarre und Drums zu schwarz schillernden Edelsteinen, deren geheimnisvoller Anziehungskraft man sich nicht entziehen kann. Da macht selbst die gewagte, aber genial und glaubhafte Slime-Coverversion „Etikette tötet“ keine Ausnahme. Mantus covern eine deutsche Punk-Legende – das muss man gehört haben!
Kein Jahr ist seit „Zeichen“ vergangen – und doch ist Mantus abermals ein beeindruckender Schritt nach vorn gelungen. Leidenschaftlich, vergangenheitsbewusst und dennoch zeitgemäß zeigt diese EP, wie man dem klassischen Gothic-Genre auch im ausgehenden Jahr 2011 überzeugende und frische Impulse verleihen kann. „Sünder“ ist der lebende Beweis, warum Gothic nicht an Relevanz verliert.
Englisch
On their last studio album „Zeichen“, Mantus portrayed a world on its way to the abyss, populated by a thoughtless species acting like God while failing to see which irreparable damage this behavior causes. The brand new EP “Sünder” (“sinner”) continues this apocalyptic picture, is even more hopeless, more desolate and darker than the last album.
Without shrinking away from uncomfortable topics, Martin and Thalia Schindler summon a gripping Gothic maelstrom, put their finger into the gaping wounds of society and point our attention to grievances too often ignored and played down. This outcry, this protest veiled in Gothic darkness sounds especially impressive in the title track that addresses the clergy’s' horrible crimes. But it doesn't end here: With the much too true words in “Goldener Strand”, Mantus denounce the dissociation of the “First World” against the poor whose misery they are also responsible for while “Traumzauberwald” once again puts the necessary estrangement from the erring human race in the focus of a song influenced by enchanted spinet sounds. This EP is darkly musical escapism in its purest essence.
Stilistically true to the gloomy romantic Matus codex of leaden guitars, danceable and pushing midtempo rhythms and orchestral beauty, the duo invested even more passion into the marriage of heavy riffs and wallowing orchestral walls – with an unrivalled result: The strings, pianos, spinets and electronic elements merge with guitars and drums and become shimmering black gems whose enigmatic attraction cannot be resisted. In that, even the daring but ingenious Slime cover version „Etikette tötet“ makes no exception. Mantus interpret a German Punk legend – a must hear!
Not one year has passed since „Zeichen“ - and already Mantus took a huge step foward. Passionate, true to the past and yet contemporary, this EP proves how the classic Gothic genre can get fresh impulses even in 2011. „Sünder“ is the living proof why Gothic does not lose its relevance.
MANTUS
"Zeichen" (2011)
Trisol/Soulfood
MANTUS
"Die Hochzeit von Himmel und Hölle" (2010)
Trisol/Soulfood
MANTUS
"Demut" (2010)
Trisol/Soulfood
MANTUS
"Königreich der Angst" EP (2009)
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"Requiem" (2009)
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"Chronik" (2005)
- Best of -
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"Zeit muss enden" (2005)
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"Ein Hauch von Wirklichkeit" (2004)
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MANTUS
"Keine Liebe" (2004)
DVD-Single
Trisol/Soulfood

MANTUS
"Weg ins Paradies" (2003)
Trisol/EFA

MANTUS
"Fremde Welten" (2002)
Trisol/EFA

MANTUS
"Abschied" (2001)
Trisol/EFA

MANTUS
"Liebe und Tod" (2000)
Trisol/EFA
Zahlreiche Veröffentlichungen auf verschiedenen Compilations,
die hier nicht alle namentlich genannt werden.






